Websites beschleunigen

Eigentlich wollte ich mich heute hauptsächlich mit meinen beiden kleinen Projekten „Twitterwall für zu Hause“ und „Stromsparender Homeserver“ beschäftigen, aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen. Kaum hatte ich diesen Artikel über „WordPress-Websites beschleunigen“ gelesen, musste ich mich auch gleich mit dem Thema beschäftigen. Dabei ist das nicht nur für WordPress-User gedacht, sondern generell für Websites interessant. Hab mich heute mal wieder in das Thema eingelesen und gleich einige Erkenntnisse in meinem Blog umgesetzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und sicherlich kann man noch mehr rausholen, aber fürs erste sollte es reichen:

Ohne Optimierung

Ohne Optimierung

Durch diese Optimierung hat sich die Ladezeit des Blogs verringert und Traffic kann eingespart werden.

Mit Optimierung

Mit Optimierung

Nicht alle Optimierungen können überall umgesetzt werden. Das ist abhängig vom verwendetem Hosting. Beim eigenen Server oder vServer lässt sicherlich mehr einstellen als bei einem Webhosting-Paket. Für eine WordPress-Installation empfehle ich die gängigen Plugins WP Super Cache (WP-Cache mit Zusatzfeatures), WP Widget Cache und Compress for WordPress 2.5. Die Cache-Plugins machen eigentlich nur caching. Das bedeutet sie speichern Seiten statisch ab. Somit muss nicht jede Website-Anfrage vom Server generiert (SQL Abfragen etc.) werden, sondern wird als statische Seite aus dem Cache geholt. Ändert sich etwas auf der Seite, so wird wieder eine neue Kopie der Seite statisch abgelegt.
Compress for WordPress 2.5 geht einen anderen Weg. Dieses Plugin komprimiert die Daten mit PHP und GZIP bevor diese vom Webserver zum Browser geschickt werden. Beides ins Kombination erledigt z.B. WP Super Cache.
Die Komprimierung der Daten geht eleganter wenn der Webserver das ohne ein Plugin erledigt. Allerdings muss man hier vollen Zugriff auf die Konfiguration des Webservers haben. Wer das nicht hat, der ist mit dem Plugin WP Super Cache oder Compress for WordPress 2.5 bestens ausgerüstet. Vorteil der Webserver-Varinate wäre, dass man kein zusätzliches WordPress-Plugin installieren muss und das der Server weniger blastet wird.

Um serverseitig die Daten komprimieren zu können, muss beim Webserver (Apache) das Modul mod_gzip oder mod_deflate geladen sein. Mit phpinfo(); kann man sich dies anzeigen lassen. Ist das jeweilige Modul nicht geladen, dann sollte es nachgeladen und konfiguriert werden. Wenn mod_deflate schon geladen ist, dann kann das Modul über die .htaccess-Datei  angepasst werden:

<FilesMatch "\\.(js|css|html|htm|php|xm)$">
SetOutputFilter DEFLATE
</FilesMatch>

Bei diesem Beispiel werden textlastige Dateien (anhand ihrer Endungen!) komprimiert ausgeliefert. Man kann dieses Bespiel natürlich auch noch mit den Endungen von Bildern (jpg|gif|png) ergänzen. Allerdings sind diese meistens schon komprimiert. Bringt also keine Punkte.
Wem die Endungen nicht gefallen und es lieber nach Filetyp haben möchte:

AddOutputFilterByType DEFLATE text/html text/plain text/xml text/css application/xml application/xhtml+xml application/rss+xml application/javascript application/x-javascript

Was ich mir auch nochmal näher anschauen muss sind die Plugins WP Minify und CDN Tools. WP Minify basiert auf Minify und soll verschiedene CSS und Javascripte zusammenfassen und komprimieren. Das junge Plugin CDN Tools ermöglicht die Nutzung von Content Delivery Networks. Momentan unterstützt das Plugin aber nur Cloud Files. Bekanntester Vertreter von CDN ist Akamai. Allerdings nutzen das nur größere Firmen oder Institutionen.

Weitere lesenswerte Beiträge zu dem Thema: brightscape.net | jestro | betterexplained.com | PHP Performance | Yahoo Developer Network | G-Loaded! |Performance Tool and Web Page Speed Analysis

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