Schon wieder: o2 can do teuer

ParagraphAnfang des Jahres habe ich schon darüber berichtet, dass O2 die Gebühren zu Sonderrufnummern im November 2006 einfach erhöht hat, ohne seine Kunden zu benachrichtigen. Ich habe darauf hin auch den Musterbrief von der Verbraucherzentrale Baden-Württenberg an O2 geschickt und kam auch prompt eine Rückmeldung. O2 nahm meine Kündigung und meinen Einspruch nicht an. Nächster Schritt wäre der Gang zum Rechtsanwalt gewesen. Einige haben dies auch gemacht und gewonnen.
Jetzt gibt es aber wieder einen neuen Fall um O2. Dieser geht bis in das Jahr 2001 zurück. Im Herbst 2001 wurden von O2 die Minutenpreise von DM in Euro umgerechnet. Durch diese Umrechnung sind allerdings Kleinstbeträge durch Rundungsdifferenzen auf der monatlichen Rechnung zu der Lasten der Kunden entstanden. Beispiele (Quelle: VzHH):

Beispiel 1: Der Preis für ein nationales Gespräch zur Hauptzeit – früher für 0,99 DM zu haben – wurde von 0,5062 Euro auf 0,51 Euro aufgerundet. In Mark zurückgerechnet ergibt dies 0,997- eine Preiserhöhung um 0,7 Prozent.

Beispiel 2: Wer einen Genion-Home-Vertrag hatte und zur Nebenzeit ein Ortsgespräch führt, zahlte bisher 5 Pfennig, das entspricht 2,56 Cent. Viag rundete diesen Betrag bei der Euro-Umstellung auf 3 Cent auf – eine Preiserhöhung um 17 Prozent.

Die Verbraucherzentrale Hamburg fordert nun von O2 den erzielten Gewinn durch die Umrechnungsdifferenz heruaszugeben. Die VzHH geht von einer zweistelligen Millionenhöhe aus.
Sollte O2 den Einblick zulassen, dann würde es zu einer Millionenklage kommen. Ach ja, Unrechtsgewinn fließt laut Gesetz in die Staatskasse! Ich wollte sowieso mal den Anbieter wechseln.

Via: VzHH | heise.de | teltarif.de

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